Werk & Verlag

120 – Ein Selbstversuch

Wie ein Verkaufstrainer mit einem Team aus künstlichen Intelligenzen in gut einem Jahr ein Werk schuf, für das er allein ein Leben gebraucht hätte.

Von Jürgen Hoffmann.

Dieses Buch ist kein KI-Ratgeber und keine Anleitung, wie man es genauso machen soll. Es dokumentiert einen realen Selbstversuch: Was passiert, wenn ein technisch unerfahrener Praktiker über längere Zeit mit spezialisierten KI-Systemen an einem konkreten Problem aus seinem eigenen Berufsalltag arbeitet?

Buchcover 120 – Ein Selbstversuch von Jürgen Hoffmann

Am Anfang stand kein Buch.

Am Anfang stand eine Frage aus der Trainingspraxis: Wie kann Entwicklung regelmäßiger, individueller und näher an realen Gesprächssituationen stattfinden – auch zwischen persönlichen Coachingtagen?

Aus dieser Frage entstand Club120. Auf dem Weg dorthin entstand etwas Zweites: die Erfahrung, dass generative KI einem einzelnen Menschen Zugang zu Fähigkeiten eröffnen kann, für die früher Kapital, Spezialisten und eine größere Organisation nötig gewesen wären.

Aber genau darin liegt auch die Gegenfrage: Was bleibt Aufgabe des Menschen, wenn technische Fähigkeiten immer leichter verfügbar werden? „120 – Ein Selbstversuch“ erzählt von dieser Spannung zwischen Möglichkeit und Verantwortung.

Die eigentliche Geschichte handelt nicht von Software.

Sie handelt von Lernen, Führung und Verantwortung. Jürgen Hoffmann kann nicht programmieren. Als Club120 entstand, bestand sein digitaler Werkzeugkasten im Wesentlichen aus Anwendungen wie Word, Outlook und PowerPoint. Statt ein klassisches Entwicklerteam aufzubauen, arbeitete er über gut ein Jahr mit mehreren spezialisierten KI-Stimmen, denen er unterschiedliche Rollen gab – für Didaktik, Sprache, Daten, Produkt, Ordnung und den Blick auf das Ganze.

Dabei entstand kein geradliniger Erfolgspfad. Es gab falsche Entscheidungen, Sackgassen, Zusammenbrüche, Neustarts, Überforderung und Phasen, in denen die Arbeit mehr Kraft kostete, als gesund war.

Gerade deshalb ist das Buch kein Beweis dafür, dass KI alles einfacher macht. Es zeigt vielmehr, dass leistungsfähigere Werkzeuge menschliches Urteil nicht überflüssig machen. Im Gegenteil: Je mehr möglich wird, desto wichtiger werden Auswahl, Führung, Kritik und Verantwortung.

Jürgen Hoffmann bei der Arbeit am KI-Selbstversuch an seinem Arbeitsplatz

Von VIDEOTAXI zu Club120.

Im Buch beginnt die Rechnung nicht erst mit KI. 1999 gründete Jürgen Hoffmann VIDEOTAXI. Für den technischen Aufbau brauchte es damals mehrere Fachleute, Jahre an Arbeit, Kapital und eine Organisation, die diese Arbeit zusammenhielt.

Mehr als zwei Jahrzehnte später entstand mit Club120 wieder ein digitales Werk – diesmal unter völlig anderen Bedingungen. Der Vergleich ist bewusst kein Triumph „Mensch gegen Team“ und kein Beweis, dass Spezialisten nicht mehr gebraucht werden. Die eigentliche Beobachtung lautet: Künstliche Intelligenz kann den Zugang zu Fähigkeiten vervielfachen, die für Einzelne früher wesentlich schwerer erreichbar waren. Was ein Mensch daraus macht, bleibt dennoch eine Führungsfrage.

Was Leser im Buch finden.

Das Buch verbindet persönliche Geschichte mit einer Werkstattperspektive auf die Zusammenarbeit mit KI. Es erzählt unter anderem:

  • wie aus einer beiläufigen Idee ein reales Projekt wurde,
  • warum ein Team aus spezialisierten KI-Rollen entstand,
  • welche Fehler durch fehlende Führung und fehlende Ordnung entstanden,
  • warum ein gemeinsames Arbeitsmodell wichtiger wurde als immer neue Tools,
  • wie aus Experimenten ein System und schließlich ein Produkt wurde,
  • und welche Arbeitsprinzipien sich daraus für Menschen ableiten lassen, die selbst mit KI arbeiten wollen.

Der Werkstattteil macht diese Erfahrungen greifbar – ohne daraus eine allgemeingültige Methode zu behaupten.

Für wen ist „120 – Ein Selbstversuch“ gedacht?

Für Menschen, die nicht nur wissen wollen, was KI theoretisch kann, sondern sich fragen, was sie selbst mit ihr anfangen könnten. Für Unternehmer und Führungskräfte, die Verantwortung für technologische Entscheidungen nicht vollständig delegieren wollen. Für Praktiker, die viel Fachwissen besitzen, aber keine klassische technische Ausbildung haben. Und für Menschen, die neugierig darauf sind, was sich verändert, wenn aus einem Werkzeug über längere Zusammenarbeit ein echtes Arbeitsgegenüber wird.

Das Buch verlangt keine Programmierkenntnisse. Es verspricht aber auch keinen mühelosen Weg.

Eine Einladung zum eigenen Urteil.

Die zentrale Frage des Buches ist nicht: Was kann künstliche Intelligenz? Sondern: Was kannst du mit ihr schaffen – und wofür bist du bereit, die Verantwortung zu übernehmen?

„120 – Ein Selbstversuch“ will darauf keine allgemeingültige Antwort geben. Es legt einen konkreten Weg offen – mit Möglichkeiten, Fehlern, Zweifeln und Grenzen – und lädt dazu ein, daraus eine eigene Haltung zu entwickeln.

Bibliografische Angaben

Titel120 – Ein Selbstversuch
AutorJürgen Hoffmann
UntertitelWie ein Verkaufstrainer mit einem Team aus künstlichen Intelligenzen in gut einem Jahr ein Werk schuf, für das er allein ein Leben gebraucht hätte
VerlagLIFE’S COOL Verlag
Veröffentlichung15.09.2026
ISBN978-3-9829235-0-5
Umfang180 Seiten
Format17 × 22 cm, Paperback

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Buch, Club120 und Vortrag – drei verschiedene Dinge.

Das Buch dokumentiert und reflektiert den Weg. Club120 ist die eigenständige Trainings- und Entwicklungsumgebung, die aus diesem Weg hervorgegangen ist. Die Vorträge und Impulse übertragen die dahinterliegende Unternehmerfrage in einen größeren Kontext: Was bedeutet es, technologische Verantwortung selbst zu übernehmen, statt sie vorschnell zu delegieren? Die drei Bereiche gehören zusammen, sind aber nicht dasselbe Produkt.